Wissen & Studien

Nahrungsergänzung – Fakten anstelle Mythen – Hintergrundinformationen

Wenn es um Nahrungsergänzungsmittel geht, gehen die Meinungen häufig auseinander. Viele zweifeln sogar daran, dass Nahrungsergänzungsmittel und pflanzliche Stoffe überhaupt positive Effekte erzielen. In der Tat mangelte es in der Vergangenheit häufig an guten und kontrollierten Untersuchungen und Studien mit Nahrungsergänzungsmitteln. Heute erkennt man jedoch in zunehmenden Maße die Bedeutung und Effekte, die die jeweiligen pflanzlichen Stoffe, Vitamine, Spurenelemente oder Mineralien haben. Es gibt mittlerweile immer mehr fundierte Untersuchungen und Studien, die positive Effekte nachweisen. Viele Ergebnisse, bzw. zentrale Aussagen aus wissenschaftlichen Untersuchungen findet man seit 2006 in der sogenannten Health-Claims-Verordnung (und der auf ihrer Grundlage erlassenen Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel…) des europäischen Parlaments und Rates wieder. In dieser Verordnung werden die gesundheitsbezogenen Angaben vieler Stoffe geregelt. Man findet in dieser „Positivliste“ auch viele Inhaltsstoffe, die in MS Complete enthalten sind.

Wie kann ich wissen, ob ein Nahrungsergänzungsmittel förderlich für meine Gesundheit ist?

„Leider vermag diese Frage niemand mit allerletzter Sicherheit zu beantworten. Jeder Mensch ist einzigartig. Insofern sind Studienergebnisse in der Regel nicht zu 100% auf jeden Menschen übertragbar. Das gilt im übrigen auch für Arzneimittel. Ihr persönlicher Bedarf hängt von vielen Faktoren ab. Man weiß mittlerweile, dass Menschen, die beispielsweise kontinuierlich bestimmte Medikamente einnehmen oder erhöhten körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, häufig einen Mehrbedarf an bestimmten Stoffen haben. Aber auch die Ernährung und viele andere Lebensumstände, möglicherweise Erkrankungen, können eine Rolle spielen.


Wir sind der Überzeugung, dass eine richtige Nahrungsmittelkombination einen sehr positiven Effekt auf Ihre Gesundheit haben kann. Allerdings nicht als Ersatz für eine ausgewogene Ernährung oder gar von Ihrem Arzt verordnete Therapien.“

Einige Fakten!!!

Viele Nahrungsergänzungsmittel können zu einer normalen Funktion des

  • Nervensystems (z.B. Vitamin B12)
  • Immunsystems (z.B. Vitamin D)
  • Energiestoffwechsels (z.B. Vitamin B6)

beitragen. Des weiteren helfen einige Stoffe zu einer

  • Verringerung von Müdigkeit und
  • Ermüdung (z.B. Vitamin B12)
  • normalen kognitiven Funktion (z.B. Zink)

und bieten

  • einen Schutz vor oxidativem Stress (z.B. Selen)

Diese Stoffe finden Sie alle in einer optimalen Dosierung in MS Complete. Überzeugen Sie sich selbst und machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Ihre Gesundheit ist es wert. Jeden Tag.

Weihrauch (Boswellia Serrata) – nachgewiesene Entzündungshemmung

Gerade in den letzten Jahren ist Weihrauch als „Wundermittel“ durch die Medien gegeistert. Alles Schall und (Weih-) Rauch? Wissenschaftliche Studien haben mittlerweile die anti-entzündliche Wirkung der Boswelliasäuren bestätigt. Neue Anwendungsmöglichkeiten tun sich auf.

Wie wird Weihrauch gewonnen?

Der Baum aus der Familie der Balsambaumgewächse wächst in trockenen Regionen Nordost-Indiens. Die Weihrauchgewinnung gelingt durch Anschneiden der Bäume. Dabei fließt Harz in flüssiger Form aus dem Baum. Es ist eine ausgefeilte Technik notwendig, um den Baum nicht zu schädigen und eine nachhaltige Ernte zu sichern. Man rechnet pro Baum mit einem Ertrag von ca. 1 kg Harz im Jahr. Die Qualität der Harzstücke kann sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich sollte für die Einnahme nur die höchste Qualität verwendet werden. Diese ist natürlich rar und somit wertvoll. Es ist von außerordentlicher Wichtigkeit, dass die Reinsubstanz des Harzes alle Boswellia-Säuren enthält und mit 85% die höchsten Reinheit und Wirksamkeit besitzt.

Wie wird Weihrauch eingesetzt?

Weihrauch wird in verschiedenen Kulturen schon lange als traditionelles Mittel sehr erfolgreich eingesetzt. Mittlerweile ist das „Geheimnis“ der entzündungshemmenden Effekte wissenschaftlich gut erforscht und in verschiedenen Bereichen in Studien nachgewiesen (z.B. bei Colitis Ulzerosa, Asthma Bronchiale, Multiple Sklerose, Chronisch Rheumatische Polyarthritis). Es konnte beispielsweise gezeigt werden, daß Boswelliasäure die Bildung von Leukotrienen hemmen kann. Leukotriene wiederum spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von allergischen und entzündlichen Reaktionen im Körper. *1

Weitere fundierte Informationen zum Thema Weihrauch finden Sie beispielsweise unter https://www.aerzteblatt.de/archiv/9000/Salai-Guggal-(Indischer-Weihrauch-)-Gummiharz-aus-Boswellia-serrata-Boswellia saeuren-als-Nicht-Redoxhemmstoffe-der-Leukotrienbiosynthese-Neue-therapeutische-Moeglichkeit

*1 (2) Ammon, H.P.T., T. Mack, G.B. Singh u. H. Safayhi: „Inhibition of leukotriene B4 formation in rat peritoneal neutrophils by an ethanolic extract of the gum resin exsudate of Boswellia serrata“. Planta medica 57 (1991) Pp. 203-207.

Propionsäure – zielgerichtete Unterstützung des Immunsystems

Propionsäure zählt zu den sog. „Kurzkettigen Fettsäuren“. Diese können einen positiven Einfluss auf ein aus der Balance geratenes Immunsystem haben. Der Darm wird auch als die „Kinderstube“ des Immunsystems bezeichnet. Propionsäure wird normalerweise durch Bakterien im Dickdarm gebildet. Für die Darmzellen an der Darmoberfläche stellt die Propionsäure eine der wichtigsten Energiequellen dar. Propionsäure kann einen regulierenden Einfluss auf die Entzündungsbereitschaft des Darmes und des gesamten Organismus haben.

Es gibt einige Studien, die sich mit der Wirkung von Propionsäure beschäftigen. Eine Studie der Universität Bochum zeigt zum Beispiel einen deutlich positiven Einfluß auf den Anstieg von entzündungshemmend wirkenden sog. „ regulatorischen T-Zellen“ nach Zufuhr von Propionsäure.*1

*1 Haghikia A. et al. (2015): Dietary Fatty Acids Directly Impact Central Nervous System Autoimmunity via the Small Intestine; Immunity, Volume 43, Issue 4, p817–829, 20 October 2015,dx.doi.org

Vitamin D – ein lebensnotwendiges, aber häufig unterschätztes Vitamin

Welche Bedeutung hat Vitamin D im Körper?

Allgemein versteht man bei Vitamin D eine Gruppe von verschiedenen fettlöslichen Vitaminen, die für eine Regulierung des Kalziumhaushalts und der Mineralisation der Knochen sorgen (Calciferole). Insbesondere das Vitamin D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol) sind hier essentiell und können einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit liefern.

Gemäß der sog. „Health Claims-Liste“ („Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel…“) können für Vitamin D zum Beispiel folgende Aussagen getroffen werden:

  • Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Vitamin D hat eine Funktion bei der Zellteilung
  • Vitamin D trägt zur Erhaltung einer normalen Muskelfunktion bei

Verschiedene Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Vitamin D eine wichtige Funktion bei der Prävention chronischer Erkrankungen haben kann. Diese wissenschaftlichen Ergebnisse wurden von einer Arbeitsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) positiv bewertet. Im Bereich von chronischen Erkrankungen, zum Beispiel auch bei der Multiplen Sklerose, gibt es eine Vielzahl von Studien, die einen Zusammenhang zwischen einem ausreichenden Vitamin-D Spiegel und dem Krankheitsverlauf zeigen.

Wann besteht ein Mehrbedarf an Vitamin D?

Um Vitamin D selbst produzieren zu können, brauchen wir das Sonnenlicht. Daher wird Vitamin D auch landläufig als das Sonnenvitamin bezeichnet. Bedingt durch unsere geographische Lage und unserem modernen Lebensstil ist eine ausreichende körpereigene Produktion schwierig geworden. Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten ist es aufgrund der zu geringen Sonneneinstrahlung für große Teile der Bevölkerung häufig nicht möglich, auf die von der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Tagesdosis von 800 iE zu kommen. Viele Experten sehen einen deutlichen Mehrbedarf an Vitamin D, u.a. bei chronischen Erkrankungen und regelmäßiger Medikamenteneinnahme. Man geht davon aus, daß mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung, gerade in den Wintermonaten, einen Vitamin D Mangel aufweist. Selbst bei ausgewogener Ernährung ist eine ausreichende Zufuhr an Vitamin D nicht immer gewährleistet, da Vitamin D in nur wenigen Lebensmitteln steckt. Vitamin D findet man zum Beispiel in Fettfischen wie Makrele, Lachs oder Hering.

Welche Auswirkungen hat ein Vitamin D-Mangel im Körper?

Streng genommen handelt es sich bei Vitamin D nicht um Vitamine, sondern eher um Vorläufer zu lebensnotwendigen Hormonen, da der Körper in der Lage ist, dieses weitestgehend selbst zu produzieren. Dennoch weisen in Deutschland circa 60 % der Bevölkerung nach internationalen Kriterien eine unzureichende Vitamin D-Versorgung auf *. Bei ihnen liegt der Marker für die Versorgung im Blut, die Konzentration des 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D), unter dem gewünschten Wert von 50 nmol/l. Um diese gewünschte Konzentration bei fehlender körpereigener Bildung im Blut zu erreichen, gibt die DGE als Referenzwert für die Vitamin D-Zufuhr 20 µg Vitamin D (800iE) pro Tag an. Die möglichen Folgen eines Vitamin-D-Mangels sind:

  • Haarausfall
  • depressive Stimmung
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Muskelschwäche, Glieder- und Muskelschmerzen
  • gestörte Knochenmineralisation mit Knochenschmerzen

*Quelle: https://www.gesundheitsamt.bremen.de/referenzwerte_fuer_vitamin_d-5691

Vitamin B-Komplex – ein starkes Team

Welche Bedeutung haben B-Vitamine im Körper?

B-Vitamine sind im Körper für zahlreiche Stoffwechselfunktionen zuständig. Es handelt sich um verschiedene organische Verbindungen, die zum überwiegenden Teil nicht vom Körper selbst produziert werden können und daher über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Zu den B-Vitaminen zählen 8 Vitamine: Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12 . Die Vitamine unterscheiden sich deutlich in den Funktionen, alle werden jedoch für einen funktionierenden Organismus benötigt.

Zu den lebenswichtigen Funktionen gehören u.a.

  • Unterstützung eines normalen Energiestoffwechsels
  • Unterstützung des Immunsystems
  • die Blutbildung
  • die Entwicklung von Nervenzellen
  • Schutz vor oxidativem Stress

Wann besteht ein Mehrbedarf an B-Vitaminen?

Der Bedarf und die Speicherfähigkeit im Körper hängt von verschiedenen Faktoren ab. Durch eine abwechslungsreiche Ernährung kann im Normalfall der Bedarf über die Nahrung abgedeckt werden. Zu einem deutlichen Mehrbedarf an B-Vitaminen können jedoch folgende Faktoren führen:

  • Alter (>50 Jahre)
  • chronische Erkrankungen
  • regelmäßige Medikamenteneinnahme
  • unausgewogene Ernährung (Vitamin B12 kommt z.B. nur in tierischen Nahrungsmitteln vor, deshalb wichtig für Vegetarier und Veganer)
  • Untergewicht
  • starke körperliche Belastung
  • Alkohol- und Nikotinkonsum

Welche Auswirkungen hat ein Vitamin B – Mangel?

So unterschiedlich wie die Funktionen der einzelnen B-Vitamine, so unterschiedlich sind auch die Risiken, die mit einem Mangel einhergehen. Die Anzeichen eines Mangels sind nicht immer leicht zu deuten. Das können beispielsweise folgende Symptome sein:

  • Ermüdungs-und Erschöpfungszustände
  • Infektanfälligkeit
  • leichte depressive Verstimmungen
  • Hautveränderungen
  • neurologische Empfindungsstörungen
  • irreversible Nervenschädigung

Selen – ein essentielles Spurenelement

Selen ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Der Körper kann Selen allerdings nicht selbst produzieren, wir müssen es über die Nahrung aufnehmen. Der Gesamtkörperbestand eines Erwachsenen an Selen beträgt etwa 10-15 mg. Selen findet sich in allen Geweben und Organen, wobei die Verteilung ungleichmäßig ist. Den größten Anteil an Selen hat aufgrund des hohen Gewichtes die Skelettmuskulatur, gefolgt von Leber, Nieren, Herz, Bauchspeicheldrüse, Milz und Gehirn.

Selen ist im Erdreich vorhanden und wird von Pflanzen aufgenommen und gespeichert. Damit ist die Aufnahme aus pflanzlicher und tierischer Nahrung theoretisch gesichert. Allerdings sind die Böden auf der Nordhalbkugel mittlerweile sehr arm an Selen, so dass eine ausreichende Zufuhr nicht immer gegeben ist.

Welche Bedeutung hat Selen?

Die Hauptfunktion von Selen ist der Schutz der Körper-Zellen vor schädlichen Belastungen und giftigen Einwirkungen (beispielsweise vor Nitrosaminen aus der Nahrung). Selen gehört zur Gruppe der Antioxidantien, die vor sog. Freien Radikalen und oxidativem Stress schützen. Auf diese Weise kann Selen z.B. eine vorzeitige Alterung beeinflussen und das Immunsystem stärken. Selen stabilisiert die Thrombozyten und kann so Thrombosen (Blutgerinnseln) vorbeugen. Selen hat einen regulierenden Einfluss auf den Schilddrüsenstoffwechsel und kann die Abwehrkräfte stärken. Zudem wird ihm eine Funktion bei der Bindung von giftigen Schwermetallen im Körper zugeschrieben und es unterstützt die Muskelfunktion.

Gemäß der sog. „Health Claims-Liste“ („Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel…“) können für Selen folgende Aussagen getroffen werden:

  • Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Selen trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Selen trägt zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei
  • Selen trägt zur Erhaltung normaler Nägel und Haare bei
  • Selen trägt zu einer normalen Spermabildung bei

Wann besteht zum Beispiel ein Mehrbedarf an Selen?

Bei…

  • einem geschwächten Immunsystem
  • gastrointestinalen Erkrankungen
  • rheumatischen Erkrankungen
  • Augenerkrankungen, z.B. dem grauen Star
  • erhöhten Belastungen durch Schwermetalle, z.B. durch Rauchen
  • weiteren Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Krebskrankheiten, Herz-, Pankreas- und Leber-Erkrankungen

Welche Auswirkungen hat ein Selen-Mangel?

Selenmangelkrankheiten an sich sind bei uns nicht bekannt. Eine zu geringe Zufuhr an Selen kann aber zu einer Reihe krankhafter Entwicklungen beitragen, beispielsweise im Herz-Kreislauf-System. Die folgenden Symptome können beispielsweise auf einen Selenmangel hindeuten:

  • erhöhte Krankheitsanfälligkeit
  • Muskelschwäche und Gelenkbeschwerden
  • Müdigkeit
  • weiße Flecken auf/unter den Fingernägeln
  • schuppige und blasse Haut
  • Haarausfall

In Deutschland nehmen wir durchschnittlich ca. 40 Mikrogramm (µg) Selen pro Tag auf. Die Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt pro Tag eine Aufnahme von 55 µg.

Zink – der „Tausendsassa“ unter den Spurenelementen

Mit einer Menge von etwa 1,5 – 2,5 g stellt Zink nach Eisen das zweithäufigste essentielle Spurenelement im menschlichen Organismus dar. Mengenmäßig enthalten Muskulatur und Knochen den größten Anteil. Darüber hinaus weisen insbesondere auch die Augen sowie viele andere Organe eine hohe Zinkkonzentration auf. Zink ist wichtiger Bestandteil zahlreicher Enzyme und Hormone.

Welche Bedeutung hat Zink im Körper?

Zink spielt eine entscheidende Rolle für viele biologische Prozesse und übernimmt im Körper unzählige Funktionen. Angefangen von Wachstum und Reifung (z.B. Synthese von DNA und Proteinen) über eine Schutzfunktion für die Zellmembranen bis hin zur Beteiligung am Stoffwechsel von Neurotransmittern und Hormonen. Es beeinflusst die Sinnesfunktionen wie Riechen, Schmecken, Hören und Sehen (Zink spielt im Stoffwechsel von Vitamin A eine wichtige Rolle). Ebenso ist eine regulative Rolle bei der Aufrechterhaltung der Immun-Funktionen beschrieben und es gibt Hinweise auf vorteilhafte Effekte bei bestimmten Autoimmunerkrankungen. Zudem werden dem Spurenelement Zink antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften attestiert.

Gemäß der sog. „Health Claims-Liste“ („Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel…“) können für Zink beispielsweise folgende Aussagen getroffen werden:

  • Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Zink trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Zink trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei
  • Zink trägt zu einer normalen DNA-Synthese bei
  • Zink hat eine Funktion bei der Zellteilung
  • Zink trägt zu einem normalen Fettsäurestoffwechsel bei
  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Sehkraft bei
  • Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare, Nägel, Knochen und Haut bei

Wann besteht zum Beispiel ein Mehrbedarf an Zink?

Bei…

  • einem geschwächten Abwehrsystem
  • einseitiger Ernährung, Diäten und starker körperlicher Belastung (Sportler)
  • Krankheiten wie rheumatoider Arthritis, Diabetes, Multipler Sklerose oder entzündlichen Darmerkrankungen
  • älteren Menschen
  • Depressionen und anderen psychischen Krankheiten
  • Hautkrankheiten wie Akne oder Neurodermitis
  • Störungen in der Wundheilung

Wichtig: Bei strengen Vegetariern bzw. Veganern, die überwiegend Getreide und Hülsenfrüchte verzehren, kann der Zinkbedarf um bis zu 50 % erhöht sein.

Welche Auswirkungen hat ein Zink-Mangel im Körper?

Verschiedene Symptome können zum Beispiel auf einen Mangel an Zink hinweisen:

  • Sehstörungen (sinkende Adaption an die Dunkelheit)
  • Appetitverlust
  • gestörter Geruchs- und Geschmackssinn
  • allgemein geschwächte Immunabwehr und erhöhte Infekt-Anfälligkeit
  • entzündliche Hauterkrankungen
  • Störungen in der Wundheilung
  • brüchige Haare oder Nägel

Es gibt auch Hinweise darauf, dass ein Zinkmangel die Größe und Funktion der Thymusdrüse beeinflusst, die ein wichtiges Organ im körpereigenen Abwehrsystem ist.

Kupfer – ein unterschätztes Spurenelement?

Schon die alten Ägypter wussten die desinfizierende Wirkung von (elementarem) Kupfer zu schätzen. Sie mischten zum Beispiel Kupferspäne mit Honig und Kuhfett, um Geschwüre und Krampfadern zu behandeln.

Kupfer ist mit einem Körperbestand von 80-100 mg nach Eisen und Zink das dritthäufigste Spurenmetall im Organismus. Die höchsten Konzentrationen an Kupfer finden sich vor allem in Leber und Gehirn, gefolgt von Herz und Nieren. Etwa die Hälfte des Gesamtgehalts entfällt auf Muskulatur und Skelett.
Der tägliche Bedarf eines erwachsenen Menschen beträgt 1,0 – 1,5 Milligramm. Im menschlichen Körper wird Kupfer hauptsächlich in der Leber gespeichert. Kupfer ist vor allem in Schokolade, Leber, Getreide, Gemüse und Nüssen enthalten.

Welche Bedeutung hat Kupfer im Körper?

Kupfer hat im Körper eine Fülle von Funktionen. Es ist Teil zahlreicher Enzyme, schützt u.a. die Zellmembranen vor Schäden durch freie Radikale und ist somit ein wichtiges Antioxidans. Kupfer wird für die Aufnahme von Eisen und den Schutz der Zellmembranen benötigt. Kupfer trägt weiter zum Elektronentransport und damit zur Gewinnung von Energie bei. Zudem wird es für die Blutbildung, speziell zur Ent-stehung von Hämoglobin (roter Blutfarbstoff), benötigt. Über die Beteiligung am Stoffwechsel von Eisen ist Kupfer an der Bildung der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) beteiligt. Kupfer spielt außerdem bei der Bildung von Kollagen und Elastin im Bindegewebe (Aufbau von Knochen, Haut und Haar) sowie von Melanin in der Haut eine Rolle. Des Weiteren wirkt Kupfer immunanregend und entzündungshemmend.

Gemäß der sog. „Health Claims-Liste“ („Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel…“) können für Kupfer folgende Aussagen getroffen werden:

  • Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
  • Kupfer trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • Kupfer trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
  • Kupfer trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen
  • Kupfer trägt zu einem normalen Eisentransport im Körper bei
  • Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe
  • Kupfer trägt zu einer normalen Haut- und Haarpigmentierung bei

Wann besteht zum Beispiel ein Mehrbedarf an Kupfer?

  • bei allen entzündlichen Krankheiten
  • bei Störungen im Immunsystem
  • bei einseitiger Ernährung sowie bei Malabsorption (z.B. bei Morbus Crohn oder Mukoviszidose)
  • bei starkem oxidativem Stress, z.B. durch Rauchen
  • bei Magen-Darm-Störungen (z.B. Darmentzündungen)
  • bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Antacida oder Penicillin

Welche Auswirkungen hat ein Kupfer-Mangel im Körper?

Ein geringer Mangel an Kupfer hat – soweit bisher bekannt – keine unerwünschten Wirkungen, erst bei ausgeprägterem Mangel entstehen krankhafte Folgen.

Zu den typischen Zeichen eines Kupfermangels gehören:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Pigmentierung (Haut und Haare) kann gestört werden
  • Funktionsänderung des Immun- und Nervensystems sowie des Skeletts (Wachstum)
  • Verringerung der Aufnahme von Eisen und damit Störung in der Blutbildung.

Vermutet wird, dass ein Kupfermangel auch zu Herz-Kreislauf-Krankheiten beitragen kann.

Bei sehr vielen Krankheiten, beispielsweise bei allen Entzündungen, findet sich meist auch ein Kupfermangel. Dann sollte Kupfer möglichst ergänzt werden. In der Regel ist bei einem Kupfermangel therapeutisch die Beeinflussung der Kupferwerte möglich, allerdings ist sie häufiger notwendig, als sie tatsächlich durchgeführt wird. Eine ausreichende und regelmäßige Einnahme ist Voraussetzung für einen Effekt. Positiv wirkt sich hier zusätzlich ein Verzicht von belastenden Genussmitteln, wie beispielsweise Alkohol, aus. Ebenso sollte der Kontakt mit Umweltgiften oder Stress vermieden werden.